Nationalsozialismus
Erscheinungsbild
Alltag im NS-Staat
- Das öffentliche Leben wurde neu organisiert
- Führerkult und Führerdiktatur
- Durch Nutzung neuer Medien (wie Radio und Tonfilm)
- Durch Gleichförmigkeit und Gleichzeitigkeit vieler Aktionen (Feieren, Veranstaltungen, usw.)
- NS-Feiern vermittelten das lang vermisste Gemeinschaftsgefühl (z.B. Umzüge, Feieren, Veranstaltungen, Geburtstag Hitlers)
- Durch Übernahme von Ämtern in der NSDAP konnte man seine soziale Stellung wesentlich verbessern und hatte Macht über sozial höhergestellte Mitbewohner
- Die NSDAP-Mitgliedschaft war für den sozialen Aufstieg wesentlich wichtiger als Schulabschlüsse
- Unterstützung von Arbeitslosen, z.B. Winterhilfswerk (um das Gefühl einer überlegen Volksgemeinschaft darzustellen)
- Gesellschaftliche Gruppen wurden aufgelöst (z.B. Sport- und Gesamgsvereine, Gewerkschaften) uns im Sinne der NSDAP neu organisiert (Deutsche Arbeiter Front DAF)
- Einführung des Hitlergrußes ins öffentliche Leben (Einfluss bis in private Umgangsformen)
- Wer sich nicht die Reden des Führers anhörte und darüber Auskunft geben konnte, machte sich verdächtig
- Die Justiz wurde gleichgeschaltet
- Terror durch Geheime Staatspolizei (GESTAPO) war legal
- Durch Berichte über KZs wurde die Bevölkerung zusätzlich eingeschüchtert
- Zunehmende Judenverfolgung wurde oft passiv und kritiklos hingenommen
- → Gesellschaftliche Ausgrenzung der Juden
- 01.04.1933 Geschäftsbeukotte gegen Juden
- 10.05.1933 Bücherverbrennungen
- 09.11.1938 Reichsprogromnacht/ Kristallnacht
- Alle kulturellen Tätigkeiten wurden in der Reichskulturkammer zentral zusammengefasst
- → Zerstörung kultureller Vielfalt; missliebige Künstler erhielten Berufsverbot (entartete Kunst; z.B. Ernst Balach)
- Eintopfsonntage
- Regelmäßige Veranstaltungen von HJ und BDM prägten den Alltag der Jugend
Jugend unterm Harkenkreuz
Ziele
- Jugend im Sinne der NS-Ideologie zu erziehen
- Jugend soll dem NS-Staat unkritisch und gehorsam gegenüberstehen
- Jungen sollen gute Soldaten und Parteimitglieder sein
- Mädchen sollen willige Mütter sein
Fazit: Jugend soll schmerzunempfindlich, herrisch und führertreu sein.
Maßnahmen
- Umgestaltung der Schule im Sinne der NS-Ideologie
- Entlassung, Umerziehung und Kontrolle von Lehrern:
- Einführung neuer Lehrpläne und Lehrbücher
- Neben staatlichen Schulen entstanden Internatschulen mit rassistischen, ideologischen, militärischen Schwerpunkten (z.B. NAPOLA-Schulen, A.Hitler-Schulen)