Neue Sachlichkeit
Erscheinungsbild
Merkmale
Zeit
- Zeit der Weimarer Republik, 1925 - 1933
Inhalte
- Alltagsthemen und -probleme
- Neue Berufe (Angestellte, weibliche Schreibkräfte, u.a.)
- Neuausrichtung zwischenmenschlicher Beziehungen; Warencharakter menschlicher Beziehungen
- Scheitern und Neuanfang in Leben und Gesellschaft
- sexuelle Freizügigkeit
- Umgang mit zeitgeschichtlicher Entwicklung. Was ist meine Rolle in der Gesellschaft?
- Emanzipation der Frau
Sprache
- nüchtern, real, sachlich
- kühle, emotionslose, distanzierte Sprache
- objektiv scheinende Darstellungsweise
- verständliche Alltagssprache
- Montagetechnik
- Aufbau epischer Erzählungen aus verschiedenen Textelementen (z.B. Berichte, Zeitungsartikel, Erzählungen, Briefe) um verschieden Perspektiven darzustellen und inhaltliche Tiefe zu erzeugen.
Hintergründe
- Abkehr von der subjektiven Ausrichtung des Expressionismus
Literaten & Werke
- Hans Fallada: Kleiner Mann was nun? [1] (Roman)
- Erich Kästner: Alltagslyrik, Kinderliteratur (Gedichte, kurze Erzählungen)
- Kurt Tucholsky: satirisch zugespitzte, politische, journalistische Erzählungen [2]
- Alfred Döblin: Berlin. Alexanderplatz (Roman)
- Mascha Kaléko
- Egon Erwin Kisch
- Irmgard Keun
- Erich Maria Remarque: Im Westen nichts neues (Roman)
Bertolt Brecht
Episches Theater
- Fokus auf der Interaktion mit dem Publikum, das aktiv zum Mitdenken und Hinterfragen angeregt werden soll
- Reduziertes Bühnengeschehen
- Spartanische Requisiten
- zeitgenössische Kleidung
- Bühnenumbauten live auf der Bühne
- Beispiel: Die Dreigroschenoper
Weitere Werke
- Geschichten vom Herrn Keuner
- "Keuner" ist als phonetische Anspielung auf "keiner", oder sinngemäß "niemand", zu verstehen. Gemeint ist, dass die Geschichten keine individuellen Erfahrungen darstellen, sondern häufige, allgemeine Verhaltensmuster portraitieren.
- Leben des Galilei
- Mutter Courage und ihre Kinder